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Feuilleton | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Kurz besprochen: Kommunismus und Kapitalismus

Marx-Lektüre

Terry Eagleton: Warum Marx recht hat. Aus dem Englischen von Hainer Kober. Ullstein, 285 S., € 18,50

Der renommierte britische Literaturtheoretiker ist katholischer Marxist. Glauben ist bekanntlich Entscheidungssache, und es ist unwahrscheinlich, dass gläubige Marktapologeten sich von ihm zum Marxismus bekehren lassen. Ein paar Vorurteile könnten sie aber loswerden. An den Beginn der zehn Kapitel setzt Eagleton jeweils eine weitverbreitete Ansicht über den Marxismus - dieser sei historisch überholt, in der Praxis stets terroristisch, idealistisch, deterministisch, antiindividualistisch, ökonomistisch usw. usf. -, um diese Argumente dann zu zerpflücken.

Die Arbeiterklasse ist ausgestorben? Äh, wer genau hält den Dienstleistungssektor am Brummen? Und was wurde eigentlich aus ye goode olde Bourgeoisie? Man muss dem Autor nicht einmal in allem zustimmen, um an dessen launigen Ausführungen Spaß zu haben. Dank zahlreicher "O-Töne“


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