Nüchtern betrachtet 

Warum ich so viel Zeit beim Interspar verbringe

Feuilleton | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Ich bin ein ängstlicher Reisender und generell nicht wahnsinnig gut im Unterwegssein. Man weiß ja nie, ob alles klappt. Flugzeuge könnten verpasst, Zimmerreservierungen verschlampt, Personen verfehlt werden. Ganz, ganz gewiss aber werden alle im Speisewagen "Es wär wegen dem Einhandmischer“-, "Ja Mizzi, schön dass du anrufst“- und "In der untersten Schublade links“-Telefonate führen, der Kellner wird seine Aufsichts- und Abmahnpflichten vernachlässigen und ich meinen cellphone jammer nicht dabei haben. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen das Handyverbot in Speisewägen ignorieren und wie viele Mizzis es noch gibt.

Selbst wenn alles andere klappen sollte, werde ich irgendwas vergessen haben und nach meiner Ankunft erst mal einen Drogeriemarkt aufsuchen. Solange es dabei um den Erwerb von Verbrauchsgütern wie Pasten, Gels, Sprays oder Shampoos geht, ist das ja noch hinzunehmen. Zum


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