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Melanzani ist kein Babysitter - ungesalzen schmeckt sie bitter

Grundkurs Kochen (167)

Stadtleben | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Nach der Zucchini ein weiteres Gemüse, von dem immer noch viele glaube, dass es nach nichts schmeckt. He! Nicht alles, was nach Dämmstoff aussieht muss geschmacklos sein. Melanzani zum Beispiel. Allerdings darf man nicht den Fehler begehen, die Eierfrucht aus der Gattung der Nachtschattengewächse einfach in Scheibchen zu schneiden und in heißem Öl rauszubacken. Zum Beispiel, weil man dafür eine ziemlich große Menge Öl braucht. Oder weil die Melanzani bitter schmecken könnten. Um beides zu vermeiden, muss man Melanzani vorbereiten.

Nämlich folgendermaßen: Wir schneiden die gewaschene Melanzani in Scheiben von einem Zentimeter Dicke. Nun salzen wir beide Schnittkanten der Scheiben großzügig und legen sie auf einen Teller. Nach zehn Minuten sollte sich Flüssigkeit gebildet haben. Wegschütten. Die Melanzanischeiben selbst tupfen wir mit Küchenkrepp trocken. Nun könnte man sie in heißem Olivenöl braten, bis sie schön braun sind (man braucht immer noch viel Öl!). Oder wir rösten die Scheiben auf dem Grill oder im Backrohr (200 °C).

Ideal ist auch, die trockenen Scheiben in Würfel zu schneiden und in Paradeissauce zehn Minuten lang zu kochen - ganz ohne sie vorher anzubraten. Dann nämlich kommt der feine Geschmack der Melanzani richtig gut heraus. Angeblich enthalten Melanzani auch geringe Mengen Nikotin; zur Rauchentwöhnung sind sie aber dennoch nicht geeignet. Aber zur Pasta schmeckt das Melanzanisugo trotzdem prima. cw


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