Die sieben Leben der Cantina

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Das beste friulanische Lokal des Landes hat wieder offen - an neuer Adresse

Dass Toni Mimra so viele Stammgäste hat, mag vielleicht auch daran liegen, dass er acht Jahre lang ein Kellerlokal betrieb, in das man 100-prozentig nicht zufällig hineinstolperte. Und dass der Steirer die Küche des Friaul - dieses von Österreichern sentimental wie inbrünstig geliebten Landstrichs - virtuoser hinlegt, als man das hier von Italienern je zu kosten bekommen hätte, mag damit zu tun haben, dass er halt recht oft nach Udine und Umgebung fährt. Und dort Sachen einkauft und mit den Leuten redet.

Das macht er seit 1997 so, als er in der Hermanngasse das "Al Cappello“ aufmachte, eine kleine Osteria, in der schon damals genau das gekocht wurde, was man mit italienischer Küche gemeinhin so gar nicht assoziierte, nämlich Innereien, Polenta, Bohnen, Sulzen und dergleichen, herrlich war das. Zwei Jahre später machte er genau das dann in einem betriebseigenen CA-Lokal (für die Jüngeren unter den Lesern:


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