Vernissage

Widerstand auf schwankendem Grund

Lexikon | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Der Begriff "Counter-Production“ heißt auf Deutsch "Gegenproduktion“, stammt aus den Diskussionen der 68er-Bewegung und meinte widerständige Strategien gegen herrschende Regeln der Kulturproduktion. "Welchen Regeln folgt die künstlerische Produktion angesichts der inneren Zwänge einer von Neoliberalismus und Postfordismus geprägten Realität mit ihren Forderungen nach Effizienz, Optimierung, Flexibilität und intelligentem Selbstmanagement?“, fragen die Kuratorinnen Diana Baldon und Ilse Lafer. Die Ausstellung zeigt, wie "Gegenproduktion“ heute wiedergekehrt, etwa durch "spekulative Fantasie“ oder "produktives Displacement“. Man darf gespannt sein, wie die Werke von Marion von Osten, Henrik Olesen und Josephine Pryde "Akte kritischer Selbstpositionierung“ setzen und zwischen "Affirmation und Negation schwanken“. MD

Generali Foundation, Do 19.00; bis 16.12.


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