Kolumne Außenpolitik

Die Ruhe trügt: Langsam bricht Europa auseinander


Raimund Löw
Meinung | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

D er griechische Staat konnte über den Sommer Gehälter und Pensionen bezahlen. Spaniens Regierung lässt sich mit dem Abrufen der versprochenen Milliarden für die kranken Banken Zeit. Sogar das Zinsniveau für italienische Staatsanleihen geht zurück, weil in Rom Mario Monti noch ein paar Monate länger Zeit bekommt. Aber die Ruhe in Europa trügt.

Die Unsicherheiten der letzten Monate hat der Euro vor allem überstanden, weil die Europäische Zentralbank eingesprungen ist, wenn die Regierungschefs zögerten und zauderten. Mario Draghi stieg in den Stürmen der Finanzkrise zum Chef der effizientesten Institution der EU auf. Seine Ankündigung, es würden alle Mittel eingesetzt, um die Integrität der Währungsunion zu verteidigen, gab den Optimisten neue Hoffnung.

Inhaltlich geht es um gemeinsame Haftungen für die Südstaaten, wenn die EZB sich durch den Ankauf von Staatsanleihen immer mehr der Praxis der amerikanischen Federal Reserve oder der Bank of England annähert. Obwohl die EU

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