Die Sünden der Brüder

Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Der Deutsche Orden soll seine eigenen Schwestern um viele Millionen Euro geschädigt und Steuergeld veruntreut haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt

Wenn Brüder des Deutschen Ordens ihre Geschichte erzählen, erzählen sie von den Kreuzzügen und von Sultan Saladin. Als Kaiser Friedrich I. im 12. Jahrhundert Jerusalem zurückzuerobern versuchte, entstand im Heiligen Land der "Orden der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem“. Im Jahr 1190 von deutschen Händlern gegründet, pflegten die Brüder Kreuzfahrer, die bei der Eroberung der Stadt Akkon verwundet worden waren.

Auch heute, mehr als 800 Jahre später, betreibt der Deutsche Orden noch Spitäler, zum Beispiel in Kärnten, wo in Friesach ein Krankenhaus mit 200 Betten steht.

Ob die Ordensbrüder, deren Sitz seit 200 Jahren in Wien ist, heute immer noch karitativ wirken, daran bestehen Zweifel. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ermittelt wegen undurchsichtiger Geschäfte rund um das Friesacher Spital wegen des Verdachts


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