Eine Nische ohne Paprika

Medien | Bericht: Ruth Eisenreich | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Mit ihrem Kleinverlag wollen Zsóka und Paul Lendvai unbekannte ungarische Literatur auf Deutsch zugänglich machen

Nein, Pali!“, ruft Zsóka Lendvai. "Das war eine dumme Idee!“ Bevor ihr Mann ausplaudert, welchen Namen sie ursprünglich für ihren Kleinverlag vorgeschlagen hat, sagt sie es doch lieber selbst: "Paprika Verlag“ wollte sie ihn nennen.

Ihr Mann Pali, das ist der bekannte Publizist und Osteuropaexperte Paul Lendvai. Er war gegen den Namen Paprika und hat sich durchgesetzt: Der Verlag, den Zsóka Lendvai gegründet hat, heißt jetzt Nischen Verlag. Und die Namensentscheidung war richtig, denn mit Paprika-Csárdás-Gulasch-Klischees haben die Werke, die der Nischen Verlag herausgibt, wenig zu tun.

Das zeigt schon das erste Buch, das gerade erschienen ist: "Das rote Fahrrad“ erzählt in Tagebuchform die letzten Monate im Leben der 13-jährigen Éva Zsolt. In der damals ostungarischen, heute zu Rumänien gehörenden Stadt Nagyvárad (rumänisch Oradea) erlebt sie 1944 die


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