Technik Dinge, die uns brauchen

Die Chinesen machen jetzt also auch Luxushandys

Medien | Prüfbericht: Thomas VaŠEk | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Die Chinesen kommen. Zugegeben, das ist keine ganz neue Nachricht. Neu ist allerdings, dass chinesische Hersteller nicht nur Billighandys, sondern Luxus-Smartphones entwickeln. Jüngstes Beispiel ist das Huawei Ascend P1 (449 Euro). Das Androidgerät braucht den Vergleich mit Apple, Samsung & Co nicht zu scheuen. Mit seinem superschlanken Design (bei nur 110 Gramm Gewicht) hebt es sich optisch von der Konkurrenz ab. Das 4,3-Zoll-Display hat eine vernünftige Größe und liefert brillante Farben und Kontraste.

Die Nutzeroberfläche basiert auf Android Ice Cream Sandwich, der Hersteller hat allerdings zusätzlich eine zweite, buntere Oberfläche mit diversen Widget-Spielereien installiert. Die 8-Megapixel-Kamera verfügt über zwei LED-Leuchten, und es gibt einen Micro-USB-Anschluss, der sich via Adapter auch als HDMI-Ausgang nutzen lässt, um Audio- oder Videoinhalte zu übertragen. Der interne Speicher ist mit nur vier GB eher knapp bemessen, lässt sich aber per Micro-SD-Karte erweitern.

Bestechend ist auch die lange Akkulaufzeit. Labortests zufolge hält der Akku des Ascend bei normalem Gebrauch bis zu zwei Tage. Wie bei mittlerweile vielen Smartphones ist er leider auch beim Ascend fest verbaut.

Das Ascend P1 zeigt: Mit dem Billigimage chinesischer Handys ist endgültig Schluss. Technisch ist das Ascend P1 auf der Höhe der Zeit. Ob man es kaufen soll oder nicht, ist eher eine Frage der politischen Moral. F

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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