In der Gruppe Klassenkampf

Feuilleton | Reportage: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Das Volksstimme-Fest im Prater ist immer noch eine linksradikale Veranstaltung. Aber irgendwie gehen trotzdem alle gerne hin

Der Judo-Städtekampf zwischen Erlangen und Wien endete mit einem 8:5-Sieg der Genossen aus Deutschland. Zum Programm des Volksstimme-Fests im Prater gehören traditionellerweise auch sportliche Wettkämpfe. Im Vergleich mit den kubanischen Boxern oder sowjetischen Gewichthebern, die einst hier zu bestaunen waren, sind Judoka allerdings etwas unspektakuläre Athleten.

Und wieso eigentlich Erlangen? Lag das nicht schon vor dem Mauerfall im Westen? Egal, wegen Judo sind sowieso die wenigsten auf die Jesuitenwiese gekommen. Nach dem verregneten Samstag lacht am Sonntag wieder die rote Sonne vom Himmel, das Fest ist gut besucht. Wobei man sich im Budweiser Biergarten trotzdem nicht um seinen Platz raufen muss. Auch vor den Konzertbühnen geht es, jedenfalls vor den abendlichen Hauptacts, sehr gemütlich zu.

Das Volksstimme-Fest ist wie ein Stadtfest ohne Ursula Stenzel,


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