Erstens kommt es anders und drittens wie gewohnt

Feuilleton | Filmkritik: Joachim Schätz | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Drew Goddards "The Cabin in the Woods“ bietet gewitztes Meta-Horrorkino, das mit den Mitteln des Serienfernsehens arbeitet

Fünf Jugendliche ziehen sich für ein Partywochenende in eine verlassene Waldhütte zurück. Etwas lauert im Dunkeln. "Du denkst, du kennst die Geschichte?“, fragen die Plakate zu Drew Goddards "The Cabin in the Woods“. Solche Zuversicht ins eigene Bescheidwissen hat das Horrorkino seinem Publikum freilich längst ausgetrieben. Seit dem Sensationserfolg von "The Sixth Sense“ (1999) kommt kein Horrorfilm, der auf sich hält, ohne rückwirkende Aha-Momente und doppelt gezwirbelte Schlusspointe aus.

Auch bei Goddard kommt es erstens anders und zweitens als man denkt, also drittens so wie gewohnt - wenngleich mit ungewöhnlicher Konsequenz: Wo andere Filme einzelne dramaturgische Elemente drehen und wenden, hat die erzählerische Versuchsanordnung von "The Cabin in the Woods“ das Horrorgenre als Ganzes im Auge.

Wie genau das funktioniert, sei hier nicht verraten.


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