Es ist alles eine Frage der Beleuchtung

Feuilleton | Aus Einem Roman von Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Wenn Licht einem schmeichelte, hieß das nicht, dass es einen schöner machte, als man in Wirklichkeit war?

Konstantin besaß ein Landhaus, für das er die Truhe haben wollte, und wie sich herausstellte, lag es tatsächlich auf Attilas Weg. Vermutlich konnte Attila ihm die Truhe bei der nächsten Fahrt liefern. Tinka versuchte ihren Chef zu erreichen, aber sein Handy war ausgeschaltet.

Der Preis war in Ordnung. Aber Konstantin musste zum nächsten Bankomaten gehen, weil Attila keine Karten akzeptierte.

Als er wiederkam, fiel sein Blick auf den Frosch. Er nahm die Visitkarten aus der Muschelschale und drehte ihn um.

"Kein Preisschild, ist der überhaupt verkäuflich?“

"Dreißig Euro“, sagte Tinka, froh, für diesen Tag doch noch nennenswerte Geschäfte vorweisen zu können. Attila war zu chaotisch, um alle Waren auszupreisen. Deswegen musste sie immer wieder spontan einen Preis erfinden. Den Frosch hatte er erst letzte Woche mitgebracht, und wenn er nicht verkäuflich wäre, hätte er bestimmt


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