"Na servas!“

Feuilleton | Kommentar: Jan Tabor / Venedig | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Bei der 13. Architekturbiennale herrscht selige Entrücktheit. Der Geist der Postmoderne ist zurückgekehrt

Eine sonderbar gesättigte Geisteshaltung zeichnet die Architekturbiennale in Venedig aus. Eine merkwürdige Innigkeit und Einigkeit schwebt über dem "Common Ground“ (so das Biennale-Motto), auf dem sich Bauherren und ihre Baukünstler tummeln. Die Erwartung, der streng baukunstgläubige Biennalemacher David Chipperfield würde mit den Weltstars der Architektur so unbarmherzig verfahren wie einst der Heiland mit den Händlern im Tempel und sie aus den geheiligten Hallen seiner Architekturbiennale vertreiben, hat sich nicht erfüllt.

All die Biennale-Dauermieter sind zurückgekehrt: Hadid, Foster, Nouvel, Rogers, Siza, Eisenman, Sejima, Koolhaas, Zumthor … An der entlegensten Stelle des 13. Architekturfestivals in Venedig, im alten Turm an der Laguneneinfahrt ins Arsenale, kann man sich den Videofilm "Notizen aus einem Tag im Leben eines Architekten. Peter Zumthor am Werk“ von


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