Öl, das auf der Pfütze schimmert

Rezension: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Drei Jahre nach dem Hype um ihr Debüt überzeugen die immer noch jungen Londoner The xx auch mit ihrem zweiten Album

Kleine Ursache, große Wirkung: Als 2009 die Londoner Band The xx - damals sehr junge Menschen von nicht einmal 20 Jahren - ihr Debütalbum veröffentlichte, blieb kaum ein Stein auf dem anderen. So minimalistisch ihre traurig-schönen Songs instrumentiert und arrangiert waren, so stark war die Sogwirkung, die sie erzeugten.

Mit ihrem Mix aus Elektronik und Bandsound, aus Anklängen an Gruppen wie The Cure und Joy Division auf der einen und an Nullerjahre-R’n’B (Aaliyah, Timbaland) auf der anderen Seite wurden The xx zu einem Modell zeitgemäßer Popmusik, das in der Folge viele andere Bands und Produzenten aufgriffen, ohne diese zu kopieren; denn dazu war diese Musik dann doch zu eigenständig - was zu einem guten Teil an den individuellen Mitgliedern der Band liegt.

The xx, das sind Romy Madley Croft, Oliver Sim (beide: Gesang und Musik) und Jamie Smith (Musik, Produktion).

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