Meldungen 

Kultur kurz

Feuilleton | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Claudel im Schauspielhaus

Die Theaterserien zur "Strudlhofstiege“, zu Freud oder Kreisky, die das Wiener Schauspielhaus in den letzten Jahren veranstaltete, waren oft die schönsten Nebensachen der Saison. In dieser Spielzeit wird die Serie in der Porzellangasse zur Hauptsache: Ab 11. Oktober wird in vier Teilen Paul Claudels weltumspannendes Megadrama "Der seidene Schuh“ (1925) auf die Bühne gebracht - in Bearbeitungen der zeitgenössischen Autoren Thomas Arzt, Jörg Albrecht, Anja Hilling und Tine Rahel Völcker. Zehn Schauspielerinnen und Schauspieler spielen 74 Figuren. Es gehe darum, erklärt Schauspielhausdirektor Andreas Beck, mit dem alten Katholiken Claudel eine aktuelle Frage zu verhandeln: Welche Rolle spielen Transzendenz und Religion in einer anscheinend so säkularen Gesellschaft wie dieser? Für die zweite Saisonhälfte sind im Schauspielhaus dann noch drei Uraufführungen geplant; zur Premiere kommen neue Stücke von Anne Habermehl, Lukas Linder und Kevin Rittberger.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige