Zwei Fäuste wie Waffen

Stadtleben | Erinnerung: Ernst Soudek | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Im USA der 1960er-Jahre lernte unser Autor Bubba Beal kennen: Diskuswerfer, Münzenschleuderer und Erfinder. Eine True Story

Harold "Bubba“ Beal war der potenziell gefährlichste Mensch, den ich je kennenlernte. Ich war immer froh, dass er, wenn auch vielleicht Zwangsneurotiker, im Grunde genommen ein sozial gut integrierter, gutmütiger Mensch war, der großzügig allerlei Tiere in Zoos sponserte, wohltätige Organisationen finanziell unterstützte und sich im allgemeinen sehr altruistisch benahm. Trotzdem symbolisierte Beal für mich immer die dualistische, zwiespältige Natur des konservativen Amerikaners per se.

Ich lernte Bubba 1966 beim "Jesse Owens Memorial Track and Field Meeting“ in Columbus, Ohio, kennen. Bei der Veranstaltung hatte ich das Diskuswerfen in den drei Jahren zuvor gewonnen und einen gewissen Celebrity-Status erreicht. Bubba war ein guter Diskuswerfer, doch war dieser Sportzweig nur ein Nebenhobby. Sein Haupthobby, eigentlich eine Berufung, war Kyokushin-Karate,


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