"Spaß steht nicht im Vordergrund“

Stadtleben | Mündliche Prüfung: Birgit Wittstock | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Warum der erste Schultag so wichtig ist. Ein Gespräch mit Wiens Chef-Schulpsychologin

Für rund 17.000 Wiener Kinder hat vergangenen Montag mit dem ersten Schultag der sogenannte Ernst des Lebens begonnen. Die erste Zeit in der Schule ist für die künftige Laufbahn entscheidend - ob das Lernen zur Qual oder zur Freude wird, heißt es.

Mathilde Zeman, Leiterin der Abteilung Schulpsychologie und Bildungsberatung des Wiener Stadtschulrates, erklärt, warum diese ersten Wochen so prägend sind und wie sich der Schulbeginn innerhalb weniger Generationen von einer Selbstverständlichkeit zu einem elementaren Lebensmoment gewandelt hat.

Falter: Frau Zeman, ist das Ritual des ersten Schultags heute überhaupt noch wichtig?

Mathilde Zeman: Heutzutage hat der Akt, den Fuß zum ersten Mal in die Schule zu setzen, eine höhere Bedeutung als noch vor 20 oder 30 Jahren. Die heutige Schullandschaft ist wesentlich differenzierter. Eltern stehen vor dutzenden Fragen: Soll das Kind einen Hort besuchen? Braucht


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