Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Granita Aperol

Erfrischt und macht Platz: Granita slow und schnell

Stadtleben | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Reisen erweitert den Horizont, heißt es, und das Wissen über regionale Trinkgewohnheiten. So hat sich das Predinger Kürbisfest im Steirischen als Kaleidoskop flüssiger Wahrheiten erwiesen. Ein rescher Schilcher, der die Glieder stählt, ein heftiges Puntigamer, das den Gaumen poliert, und ein Hugo mit weißem Monin-Pfefferminzlikör, der die Faust in die Magengrube legt, das kann schon ganz schön durcheinanderbringen.

Aber die italienische Tradition der Granita, zerkleinertes Eis mit allerlei Zusätzen alkoholischer oder nichtalkoholischer Natur, war Highlight der Predinger Stehbude gleich neben dem mit Kürbissen reich geschmückten Schießstand. Ursprünglich wurde sie in Kombination mit Zitrone dafür verwendet, zwischen mehreren Gängen Platz im Magen zu schaffen.

Für die Eisdielenversion kocht man einen halben Liter Wasser mit 300 g Zucker auf und reduziert etwas, lässt es abkühlen. Hernach gießt man einen halben Liter frischgepressten Zitronensaft durch ein Sieb und vermischt ihn mit der Zuckerlösung. Ziehen lassen! Die Schale einer Zitrone dazugeben, danach geht’s ab ins Gefrierfach, und zwar für 30 Minuten im Plastikbehälter. Umrühren und danach weitere vier Stunden lang frieren, wobei zwischendurch das Gefrorene immer wieder mit der Gabel gelockert werden soll. So weit das Rezept. In Preding gings schneller. Da wurden Eiswürfel in den Mixer getan und mit Aperol und Zitronensaft übergossen. Eine Mischung mit Prosecco wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen. ms


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