Die salzigste Sardine Wiens

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Eine griechische Cocktailbar wurde zum kroatischen Imbiss-Kompetenzzentrum

Über das Nostos muss man nicht wahnsinnig viele Worte verlieren, es war der Versuch, das Angebot des Traditionsgriechen um eine modern-abendliche Mykonos-Variante zu bereichern. Die Cocktails waren süß und hatten viele Schirmchen. Ist schon eine Zeitlang zu.

Vor ein paar Tagen eröffnete da dann etwas, dessen Konzept ein wenig schlüssiger erscheint, wenngleich das neue Feral alles andere als modern aussieht. Eher im Gegenteil, eine Mischung aus zusammengewürfeltem Mobiliar in dunklem Leder und dunklem Holz (Tendenz: dunkles Holz) mit Fototapete und kroatischen Songcontest-Hits vermittelt eher Erinnerungen an die letzten 15 Jahre des vergangenen Jahrtausends. Immerhin wurde eine adrette Terrasse gezimmert, die man gefahrlos als den hübschesten Schanigarten der Barnabitengasse bezeichnen kann (und davon, dass hier ja nicht immer Menschen sitzen, die Vanillezigaretten rauchen, kann man ausgehen).

Aber das sind alles


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