Theater  Kritik

Das Land, wo die Aktionäre blühen

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

In Astoria gibt es keinen einzigen Arbeitslosen, die Kindersterblichkeit liegt bei 0,0%, und jeder wird mit Erdölaktien reich. Der Haken dabei: Dieser Staat existiert gar nicht, ausgedacht hat ihn sich der arbeitslose Hupka, um einem vertrottelten, aber reichen Grafen einen Diplomatenposten (und sich selbst ein Regierungsamt) zu verschaffen. "Die Botschaft von Astoria“, geschrieben 1937 von Jura Soyfer (verstorben zwei Jahre später, erst 26-jährig, im KZ Buchenwald) wird mit viel Enthusiasmus und "Gipsy Music“ von den Gruppen theaterfink und Romano Svato als Stationendrama quer durch Erdberg in zwei Gemeindebauten, vom Raben- zum Hanuschhof, aufgeführt. Einige Bewohner waren nicht so begeistert, trotz Vorankündigung ertönte mehrfach der Ruf "Gusch!“

Start: Joe-Zawinul-Park, Fr, Sa, Do 19.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige