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Nathan Engländer: "Über Anne Frank reden“

Lexikon | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Nach Jonathan Safran Foer gilt Nathan Englander (Jg. 1970) als der Nächste, dem es gelingen könnte, in die Fußstapfen großer jüdisch-amerikanischer Erzähler wie Saul Bellow oder Philip Roth zu treten. Die erste Voraussetzung dafür ist jedenfalls erfüllt: Dem Glauben, in dem er erzogen wurde, steht er inzwischen mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Im Gegenzug, so erzählt der Autor, kämen seine Bücher der jüdischen Gemeinde in New York auch nicht ganz koscher vor. Dabei stellt sein großer Roman "Das Ministerium für besondere Fälle“ (2008) für einen, der vom Glauben abgefallen ist, eine erstaunlich enthusiastische Liebeserklärung an das Judentum dar. Nun legt Englander einen Band mit Kurzgeschichten vor, die von hochkomisch bis zappenduster reichen. Deutsche Lesung: Robert Reinagl. Moderation: Gabriele Madeja SF

Hauptbücherei, Mo 19.00


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