Musiktheater  Kritik

Gutenstein und Wien sind auf den Klimt gekommen

Lexikon | aus FALTER 36/12 vom 05.09.2012

Alle Museen wetteifern. Jetzt läuft im Künstlerhaus "Gustav Klimt - das Musical“ ("Welturaufführung“ 2009 in Gutenstein). Ein Schlager-Versuch jagt den andern, Schmachtfetzen, manchmal auch gutes Chansonartiges und Ensembles mit Beethoven(fries)-Anleihen. Aber eine gute Nummer funktioniert nur mit guten Texten, an denen hapert’s. Das Leben des Malers von der "Künstler Compagnie“, Schicksalsschlägen, Amouren, bis zum Tod wird vollbepackt mit (leider nur) geringen witzigen Dialog- und Kabaretteinlagen. "Warum nur?“ (lautet ein Songtitel) hat man ihm einen vielbeschäftigten, überflüssigen "Genius“ zugesellt? Schön sind die Kostüme, die 3D-Animationen. Gut sind die Hauptdarsteller, eben Klimt und Emilie Flöge. HR

Künstlerhaus, bis 7.10.


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