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Steueroase vs. Korruptionsoase: Grassers Fall muss vor ein öffentliches Gericht

Falter & Meinung | Kommentar: Florian Klenk | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Es wird Zeit, dass die Korruptionsstaatsanwaltschaft Karl-Heinz Grasser anklagt und ihn vor ein unabhängiges und öffentliches Gericht stellt.

Das unwürdige Verzögerungsspielchen, das die liechtensteinischen Treuhänder des Ex-Finanzministers erfolgreich betreiben, muss ein Ende finden.

Zuerst klaute der Stiftungsvorstand des supertransparenten Ex-Finanzministers beschlagnahmte Akten aus dem Vaduzer Gericht. Jetzt geht Grassers Wirtschaftstreuhänder (jener, der das Schwiegermuttergeld bei Meinl bar einzahlte) etwas eleganter vor. Er bemühte den fürstlichen Staatsgerichtshof, um wichtige Dokumente der Wiener Justiz vorzuenthalten.

Mit großem Erfolg: die Steueroase Liechtenstein hat der Korruptionsoase Österreich vergangene Woche eine kleine Lektion in Sachen Rechtsstaatlichkeit erteilt.

Der Staatsgerichtshof, eine Art Verfassungsgericht Liechtensteins, wies die Richter des Vaduzer Obersten Gerichtshofes in die Schranken. Die Rechte von Wirtschaftstreuhändern seien so wie die Rechte


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