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Wie man erfolgreich den Journalismus in Österreich abschafft


Benedikt Narodoslawsky
Falter & Meinung | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Das Geschäft zwischen Österreichs Politikern und den Boulevardmedien ist dreckig; es gibt nun einen wissenschaftlichen Beleg dafür: Politologen der Universität Innsbruck haben untersucht, ob Parteien die Gunst von Zeitungen beeinflussen können, indem sie Inserate schalten. Ergebnis der Studie: Yes, they can.

Überführt wurden die üblichen Verdächtigen - Österreich und Heute. Die Wissenschaftler verglichen die Artikel mit der Inseratenmenge vor der Nationalratswahl 2008: SPÖ und FPÖ butterten am meisten ins Körberl von Heute - das Gratisblatt schrieb deren Spitzenkandidaten Werner Faymann und Heinz-Christian Strache hoch. Die Grünen zahlten am wenigsten an Österreich - die Zeitung schrieb den grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen runter. Zufall oder nicht: Boulevardpolitiker Faymann wurde Kanzler, Strache legte kräftig zu, Van der Bellen trat zurück.

Gekaufter Journalismus ist ein demokratiepolitischer Skandal. Den Anteil daran tragen korrumpierende Politiker und bestechliche

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