Kolumne  Außenpolitik

Wieso Obama viele enttäuscht - und trotzdem gewinnen sollte

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

In acht Wochen wird in den USA gewählt, das Ergebnis ist so offen wie selten zuvor. Auf den Parteikongressen, den Conventions, haben Republikaner und Demokraten ihre Basis mobilisiert und mit gewohntem Glamour ihre Kandidaten präsentiert.

30 Millionen Zuschauer haben die Rede des republikanischen Herausforderers Mitt Romney im Fernsehen verfolgt, 35 Millionen jene des amtierenden Präsidenten Barack Obama von den Demokraten. Das sind fünf Millionen weniger als vor vier Jahren, als Obama fast messianische Erwartungen weckte.

Jetzt ziehen die Demoskopen Bilanz: Obama hält einen Vorsprung von ein bis zwei Prozent. Die Aussagekraft dieser Zahl ist beschränkt, der Vorsprung liegt innerhalb der statistischen Fehlerquote, und der Wahlkampf beginnt jetzt erst richtig: Drei Fernsehkonfrontationen der Kandidaten stehen auf dem Programm und eine Werbeschlacht, für die konservative Lobbys fast eine Milliarde Dollar gespendet haben. Die Demokraten verfügen nur über einen Bruchteil davon.

Der 34-jährige


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