Du sollst nicht selektieren!

Politik | Einspruch: Franz-Joseph Huainigg | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Tötung behinderter Embryos, Vermietung der Gebärmutter, reger Handel von Eizellen: die Bioethikkommission hat sich verrannt

Wussten Sie, dass bei Verdacht auf Behinderung ein Baby bis zur Geburt abgetrieben werden darf? Sollte der Fötus bereits in einem außerhalb des Mutterleibes überlebensfähigen Stadium sein, wird er wie folgt abgetötet: Unter Ultraschallsicht wird der Schwangeren in die Gebärmutter und die Fruchtblase gestochen. Über die Nabelschnurblutgefäße werden dem Fötus zunächst schmerzstillende Medikamente verabreicht, im Anschluss erfolgt die Injektion von Kaliumchlorid in das fetale Herz. Innerhalb weniger Minuten tritt Herzstillstand ein.

Der soeben beschriebene Fetozid entstammt keinem Gruselfilm, sondern ist gängige Praxis. Die Kaliumchloridspritze wird auch zum Einschläfern von Haustieren und bei der Todesstrafe in den USA verwendet. Die Mehrheit der Expertinnen und Experten der Bioethikkommission sieht in diesen Spätabtreibungen, die in Österreich schätzungsweise


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