Als Heini zur Bank wurde

Politik | Ortstermin: Florian Klenk | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Ein alternativer Waldviertler Schuhunternehmer nimmt seine Kredite bei Freunden und nicht mehr bei Banken. Ist das strafbar? Ja, vermutet die Finanzmarktaufsicht

Heini Staudinger steht jetzt unten beim Portier der Finanzmarktaufsicht am Otto-Wagner-Platz. Er wartet auf sein Verhör, er sagt: "Heute geht es auch um das System.“

Staudinger hat seine Leute aus der Schuhfabrik mitgenommen, sie müssen aber draußen warten. Sie tragen diese bunten, alternativen Lederschuhe, wie man sie oft an den Füßen von Grünen sieht.

Die Produktion der Schuhe ist ein großer ökonomischer Erfolg. Sie hat viele Leute im Waldviertler Städtchen Schrems vor der Arbeitslosigkeit bewahrt und Heinrich Staudinger, den Wirtschaftsrebellen, berühmt gemacht. Staudinger ist der Chef des großen Schuh-, Matratzen- und Bettenunternehmens "GEA“ (Gesunde Alternative). Man kennt seine "Waldviertler“ Produkte in Berlin und Zürich, und sogar der Dalai-Lama soll bei Staudinger geordert haben. Staudinger setzt mit seinen


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