Erst kommt die Krise, dann kommt die Moral

Politik | Rezension: Petra Sturm | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Ein Sammelband zeigt, dass anarchistische Ideen wieder ernsthaft diskutiert werden dürfen

Das alte Schreckgespenst namens Anarchie ist wieder da: Im Kampf gegen den "Kamikaze-Kapitalismus“ wird es immer mächtiger, seine Argumente immer verlockender.

Gerade den Anarchisten, den mutmaßlichen "Zerstörern jeglicher Ordnung“, traut man jetzt zu, einen Ausweg aus dem Zustand permanenter Unsicherheit zu finden. Türöffner für die libertären Ansätze sind die Schuldenfrage, Umweltproblematiken oder die Veränderungen am Arbeitsmarkt.

In 13 aktuellen Beiträgen gibt der Anarchismus-Reader "Anarchistische Welten“ Einblick in die Spannbreite und Diversität des neuen anarchistischen Denkens, theoretisch wie auch praktisch, utopisch-revolutionär, konkret-pragmatisch, naturbezogen oder technikversiert. Der gemeinsame Nenner: Solidarität, Gemeinwohl, Transparenz und basisdemokratische Ideale.

Herausgeber Ilija Trojanow nahm sich bereits in einem seiner letzten Bücher, "Angriff auf die Freiheit“


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