Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Was geschah beim Brand in der Heinestraße wirklich?

Politik | David Donnerer | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Irene H. zeigt von ihrem Balkon auf das zerstörte Haus im Hof der Heinestraße 12. "Der Lärm war dort unerträglich“, sagt sie, "es hat keinen ruhigen Tag gegeben. Oft sind Möbel verladen worden. Ständig gab es Streit, einmal fiel sogar ein Schuss. Da musste die Polizei kommen.“ Seit 4. September ist es im Hof still. Da brannte das als "Lager“ deklarierte Haus aus, in dem 20 Menschen auf engstem Raum gewohnt haben sollen. Die Ursache des Feuers: unklar. Die Polizei schließt Brandstiftung aus.

Die grüne Gemeinderätin Birgit Hebein vermutet das Werk von Spekulanten. "Es muss aufgeklärt werden, ob hier die Not von Menschen, die am Wohnungsmarkt keine Chance haben, ausgenützt wurde“, sagte Hebein.

Laut Grundbuch gehört das Haus jenen Eigentümern, die in der Mühlfeldgasse alte Mieter mithilfe von Punks hinausekeln wollten. Wie der Falter berichtete, misslang der Plan damals: Die Punks hatten sich mit den Mietern verbündet.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige