Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Steine der Erinnerung für jüdische Opfer der NS-Zeit am Alsergrund

Politik | David Donnerer | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

In der Alserbachstraße 11 am Alsergrund steht jetzt ein Stein, er erinnert an Erich Fried. Der berühmte jüdische Lyriker lebte dort bis 1938 mit seiner Familie. Dann marschierten die Nazis ein. Die Gestapo ermordete Frieds Vater Hugo, er selbst kam mit dem Leben davon und floh zu seiner Mutter nach London.

Am vergangenen Sonntag wurden am Alsergrund acht "Steine der Erinnerung“ aufgestellt, die an die jüdischen Opfer des Holocaust in Österreich erinnern sollen. Bezirksvorsteherin Martina Malyar von der SPÖ und ihre Stellvertreterin Momo Kreutz von den Grünen sowie Mitarbeiter des Vereins "Steine der Erinnerung“ begingen mit Angehörigen aus England, Israel, Österreich und den USA die neuen Gedenkstätten.

Mehr als 65.000 Juden starben während der Zeit des Naziregimes in Österreich, viele davon in Wien. Seit 2005 gedenkt das Projekt "Steine der Erinnerung“, das vom Nationalfonds, der Stadt Wien und privaten Spendern unterstützt wird, dieser Menschen mit Gedenktafeln in den Bezirken.

Derzeit stehen die Tafeln in zwölf von 23 Bezirken, bis Ende des Jahres sollen es 45 sein. Die nächsten fünf Tafeln werden am 28. September in der Brigittenau eingeweiht, am 12. Oktober zwei weitere in Hernals.


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