Haare reißen - aber richtig!


Reportage: Sara Schausberger
Feuilleton | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Willkommen in der Ohrfeigenanstalt: Das Institut für Alltagsforschung lernte für eine Performance, wie man professionell rauft

Wie gibt man eigentlich eine richtig gute Ohrfeige? Und wie fällt man am besten die Stiegen runter? Auf welche Arten kann man jemanden schubsen, und wie zieht man Leute professionell an den Haaren oder Ohren?

Erstens müssen die Finger der Hand bei der Ohrfeige immer nach oben zeigen, und zweitens muss der Schlag dynamisch kommen. "Ich sehe noch keine schmerzverzerrten Gesichter!“, sagt Conny Dworak. Dafür hat das In-die-Hände-Klatschen des Geohrfeigten schon gut funktioniert.

Der Klang ist ein wesentlicher Bestandteil der simulierten Ohrfeige: Wenn der Klatscher gut ist, dann schauen alle hin. Conny Dworak ist Coach für Stunt- und Kampfchoreografie. In vier Tagen soll sie der vierköpfigen Truppe vom Institut für Alltagsforschung die verschiedensten Stunts beibringen. Keine Schießereien und keine Fechtkämpfe, aber all das, was einem im Alltag so passieren

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