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Feuilleton | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Kurz besprochen: Zur Kriminacht am 18. September - Verbrechen und andere Kleinigkeiten

Finsteres Frankreich

Fred Vargas: Die Nacht des Zorns. Deutsch von Waltraud Schwarze. Aufbau, 454 S., € 23,70

Zum bereits zehnten Mal, Gastauftritte nicht mitgerechnet, schickt Fred Vargas ihren Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg auf Mörderjagd. Der Roman mit dem etwas irreführenden deutschen Titel (im französischen Original "L’Armée furieuse“) beginnt mit einer häuslichen Gewalttat (Ehefrau mit Brot erstickt), geht über zu einem Mordanschlag in höheren Kreisen (Industrieller in Limousine abgefackelt) und einem Fall von Taubenquälerei und führt den eigenwilligen Polizisten in die Normandie auf die Spur der Wilden Jagd. Dieses mysteriöse Geisterheer wird dort von einem gewissen Seigneur Hellequin befehligt und kündigt den Tod mehrerer Männer für deren ungesühnte Verbrechen an.

Adamsberg will nicht an Rache aus dem Reich der Toten glauben, und tatsächlich führt der Krimi in ein paar hübschen

  578 Wörter       3 Minuten
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