Ohren auf  Sammelkritik: Blechgesänge, Fantasiemusik und eine Zitherpartie

Ungewöhnliche musikalische Dialoge

Feuilleton | Miriam Damev | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Viel zu selten hört man die Posaune heute als Soloinstrument. Dabei hat sie eine lange und bedeutsame Geschichte hinter sich. Wann und wo genau die Posaune erfunden wurde, lässt sich nicht zuverlässig sagen. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde sie jedenfalls an den königlichen und fürstlichen Höfen Europas gespielt; Mitte des 18. Jahrhunderts haben neue Blechblasinstrumente wie das Horn sie dann verdrängt. Der belgische Posaunist Wim Wecu präsentiert auf "Trombone Grande“ (Accent) Posaunenmusik aus der Zeit um 1600. Im Mittelpunkt steht die Bassposaune, die hier gemeinsam mit der Alt- und Tenorposaune und im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten (Harfe, Horn oder Theorbe) in bemerkenswerter Klangvielfalt zu hören ist.

Fantastische Bilderwelten hält das Album "Tremendum“ (Harmonia Mundi) von Thierry Pécou bereit. Inspirieren ließ sich der französische Komponist von den indigenen Kulturen Lateinamerikas, etwa im Stück "Manoa“, wo Flöte, Klarinette und Cello mit ihren wiederkehrenden,


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