Nüchtern betrachtet 

Ich habe alle meine Füßlinge entsorgt

Feuilleton | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Ich bin ein Freund des Geschlechterdimorphismus. Hier Frau, da Mann. Passt. "Alles ein Konstrukt!“, rufen die Bescheidwisser. Schon möglich. Ein Ford Gran Torino ist auch ein Konstrukt, aber es wird gewiss nicht besser, wenn ich es auseinanderschraube. Bevor ich mich auch noch als Kreationisten entlarve, möchte ich es lieber mit den Worten sagen, die die große Männerversteherin und Schriftstellerin A. L. Kennedy ihrer Mrs. Brindle in den Mund gelegt hat: "Ich bin eine Frau, und Männer sind genau so gemacht, wie ich nicht bin. Und das ist gut so.“ Finde ich auch. Man braucht das ja nicht zu mystifizieren oder ideologisch zu überfrachten. Frauen haben eben ein paar andere Chromosomen, Hormone, Enzyme und Geschlechtsorgane als wir Männer und halten Salat für eine Hauptspeise - eine liebenswerte Schrulle.

Ich finde es wichtig, dass die Geschlechter einander mit fürsorglicher Freundlichkeit oder freundlicher Fürsorge begegnen. Natürlich gefällt einem und einer nicht jedes Exemplar


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