"Kakofonie auf engstem Raum“

Stadtleben | Reportage: Nathalie Grossschädl & Barbara Schellner | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Wien hat eine neue Straßenkunstregelung - und mittlerweile kaum noch Straßenkünstler

Sie gehörten fast schon so fix zur Wiener Innenstadt wie der Stephansdom: die Breakdancer auf dem Stock-im-Eisen-Platz. Zu jeder Vorstellung, drei sollten es an einem Nachmittag im Juni sein, versammelte sich eine Menschenmenge rund um die Tanzgruppe. Touristen und Einheimische feuerten die Tänzer an, während drei junge Männer auf ihren Schultern, Köpfen und Händen wie Kreisel zur klassischen Musik über den Boden wirbelten. An diesem sonnigen Tag war das Publikum ganz besonders großzügig und warf ordentlich Kleingeld in dafür aufgestellte Kübel.

Die achtköpfige Männergruppe stammt aus Ungarn, der Slowakei und Frankreich. Einige tanzen hier schon seit 15 Jahren. Kennengelernt haben sie sich bei Auftritten auf der Straße und auf Festivals. Die Fluktuation in der Breakdance-Gruppe ist hoch, weil "die Knochen das nicht lange mitmachen“. "Der harte Beton gewinnt immer“, sagte Dave, 30, und


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