Das Besondere der Normalität

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Das Marks im Siebten: Warum gab es das nicht früher, wieso nicht öfter?

Die Vene hat’s irgendwie besser als die Arterie. Also zumindest wenn man vom Körper des siebten Bezirks spricht, in dem sich die Burggasse in den vergangenen Jahren von der grauen Einflugschneise zu fast so etwas Ähnlichem wie einer lebenswerten Avenue entwickeln konnte - die Chinabar sogar mit Gastgarten direkt an der Gasse, und das ist definitiv nicht der schlechteste der Stadt. Die Neustiftgasse tat sich da schwerer, blieb lange Zeit grau und trostlos, entsprechend deprimierend waren die Lokale dort. Erst seit sehr kurzer Zeit wird die Tristesse da ein wenig gastronomisch aufgebrochen, das beschränkt sich aber auch eher auf das Platzerl bei der Kirchengasse, wo sich die düstere Schneise ein wenig öffnet.

Umso erstaunlicher, dass sich gerade an einer ihrer unattraktivsten Ecken jemand traute, ein Lokal aufzumachen. Und umso erstaunlicher, dass mit diesem Lokal die ganze Umgebung eine unmittelbare Charmesteigerung


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