Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Profan

Kolumnen | Heidi List  | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Pünktlich Mitte September hat sich das Sommergefühl eingestellt. Da wird aus einem Gartenfest nicht nur ein halbmüdes hinter den Kindern herhappeln, man sieht sich auch die dazugehörigen Erwachsenen an. Und plötzlich erklärte der eine hübsche, verträumte Denker sinnierend in die Runde, ihm wäre Sex an sich zu profan. Das könnte jeder machen, da gäb’s halt die Möglichkeiten, die es gibt, egal wer man ist. Wir fragten freundlich zurück, wie er sich elitären Sex denn vorstellen würde. Also einen, der nur einer gebildeten Gruppe zugeordnet werden könnte. Er meinte, vielleicht die Ausbildung eines weiteren Geschlechtsorganes durch viel Denken. Oder so was. Daraufhin nannten wir ihn einen Sexnazi.

Später lernten wir aber seine Freundin kennen. Eine Sexbombe in der Liga von Sophia Loren. Mindestens. Da tat er uns doch leid. Der brauchte Hilfe. Der derreitet sein Weib buchstäblich nicht, meinte einer. Danach boten sich mehrere Herren als weiteres Geschlechtsorgan an, gerne auch mit Casting. Sophia Loren freute sich auch darüber, sie hätte es satt, immer mit einem Buch konkurrieren zu müssen.


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