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Bedeutung, die sich auf den zweiten Blick zeigt

Lexikon | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Wer ausgetüftelte Plots sucht, ist bei Reinhard Kaiser-Mühlecker (Jg. 1982) an der falschen Adresse. Der in Wien lebende Oberösterreicher schreibt zumeist über Dinge, deren Bedeutung oder Schönheit sich dem flüchtigen Hinsehen entzieht und erst auf den zweiten Blick erschließt. Die Kritik hat für seine Bücher - die Romane "Der lange Gang über die Stationen“ (2008), "Magdalenaberg“ (2009) und "Wiedersehen in Fiumicino“ (2011) - Begriffe wie "Selbstbeobachtungsprosa“ oder "Heimatliteratur ohne Klischees“ gefunden, Vergleiche mit Stifter und Handke wurden angestellt. Mit "Roter Flieder“ erscheint bei Hoffmann und Campe der jüngste Roman Kaiser-Mühleckers, ein 600 Seiten starkes Werk über drei Generationen einer Familie und die Wirren des 20. Jahrhunderts. Buchpräsentation und Lesung. Moderation: Imogena Doderer. SF

Literaturhaus, Do 19.30

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FALTER 12/19
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