Film  Neu im Kino

Agentenversuchsprogramm "Das Bourne Vermächtnis“

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 37/12 vom 12.09.2012

Was ein Agent alles können muss! Aaron Cross (Jeremy Renner) taucht buchstäblich in eine Winterlandschaft auf und macht sich alsbald auf den Weg zurück in die Zivilisation. Das ist nicht nur eine Herausforderung für Schneeschuhe und Eisgeräte, zumal sich die Anzahl der in einer kleinen Schatulle mitgeführten überlebensnotwendigen bunten Pillen verringert. Hier sind physische und mentale Abhärtung und Beharrlichkeit gefragt.

Da verwundert es nicht weiter, dass der einsame, von Wölfen umheulte Vorposten der Zivilisation sich als eine Art Zwischenlager für geheime Dienste eines Geheimdiensts erweist. Was wiederum Teil jener großen Verschwörung ist, die aufzuklären Cross’ Hauptaufgabe in "The Bourne Legacy“ sein wird. Das Vermächtnis, von dem bereits der Titel kündet, ist in der Tat ein schweres Erbe: Bereits drei Filme, jeweils mit Matt Damon in der Hauptrolle, hat das auf den Bestsellern von Robert Ludlum basierende Bourne-Franchise hervorgebracht, und ein wesentlicher Teil des Erfolgs lag in der Konsistenz der Vorlagen.

Doch damit ist nun Schluss: Mit "Das Bourne Vermächtnis“ erschließt Regisseur Tony Gilroy, an allen bisherigen Bourne-Filmen als Autor beteiligt, eine neue gewinnträchtige Seitenlinie der Serie und übernimmt Jeremy Renner die Rolle des Einzelkämpfers mit weiblicher Unterstützung (diesmal: Rachel Weisz) gegen den hintertriebenen US-Geheimdienst, für den sich Edward Norton die Videos vieler Überwachungskameras anschauen muss. Während der Gegensatz von Draufgänger und Drahtzieher die Spannung überraschend lange konserviert, ist irgendwann doch jedes Detail aus dem Agentenversuchsprogramm ausbuchstabiert und wird die unvermeidliche, finale und dennoch nicht enden wollende Verfolgungsjagd (diesmal: Manila) zum echten Härtetest.

Ab Fr in den Kinos (OF im Haydn)


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