Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser!

Armin Thurnher, Florian Klenk | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Alle fünf Jahre wieder setzt sich der Falter mit sich selber auseinander. Diesmal unter dem Aspekt des Journalismus. Sie lesen dazu vier prinzipielle Texte, Deklarationen, wie Autorinnen und Autoren im Falter ihre Arbeit auffassen.

Journalismus besteht ja nicht nur darin, diskret seinen Job zu machen. Da gehört Selbstbehauptung dazu und die Erklärung, warum man die Dinge so macht, wie man sie eben macht. Die Aufforderung, sich in eigener Sache still und unauffällig zu verhalten, vermag den in ihr steckenden Dünkel nur schwer zu verbergen. Selbstreflexion macht immer Freude und wird hier samt gebotener innerredaktioneller Renitenz vorgeführt.

Die historischen Texte, einigermaßen willkürlich ausgewählt, zeigen, dass sich der Falter von Anfang an mit seinem medialen Umfeld auseinandergesetzt hat, und zwar publizistisch. Damit wich er nicht auf die Metaebene aus, er erfüllte seine öffentliche Aufgabe.

Ein Rückblick im Schnelldurchgang und eine Chronik dürfen in einer Bilanz nicht fehlen. Der illustrierte Streifzug durch die Vergangenheit Wiens, der Welt und verschiedener Abteilungen und Ressorts des Falter fällt naturgemäß kurios, spektakulär und bizarr, dafür hoffentlich auch unterhaltsam aus.

Ohne unsere Wegbegleiter wären wir nichts. Ihre Statements stehen für das Publikum des Falter, auf das wir uns einiges einbilden, weswegen wir es nicht ungern herausfordern. Danke für die Blumen, danke für die Treue.

Zu danken ist auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in Extraschichten diese Ausgabe möglich gemacht haben. Zu danken ist allen, die in dreieinhalb Jahrzehnten zum Gesamtwerk Falter beigetragen haben. Sie mögen uns Unterlassungen, Kränkungen, Unverständliches und schwer Erklärliches verzeihen.

In fünf Jahren, hoffen wir, sind wir wieder um fünf Jahre besser geworden. Bleiben Sie uns gewogen.


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