Apple-Jünger versus Android-Fans

Prinzipielles | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Apple oder Google? Für viele Technikfans ist das fast schon eine Glaubensfrage. Seitdem der Suchmaschinenriese mit seinem Handybetriebssystem Android dem iPhone-Hersteller Konkurrenz macht, ist ein neuer sogenannter "Tech War“ ausgebrochen. Wer in Onlinemedien Nachrichten über Apple liest, wird stets auf wütende Apple-Hasser stoßen.

Die Android-Fans sind überzeugt, dass Apple dem User zu wenige Freiheiten lässt. So sind Design und Verwendungszweck des iPhone-Betriebssystem weitgehend vorgegeben, die User können weniger Veränderungen vornehmen als bei Android. Für die strenge Kontrolle, welche Apps am iPhone installiert werden dürfen, wurde dem Konzern auch schon Zensur vorgeworfen. So lehnte Apple die App des Karikaturisten Mark Fiore ab, da sich seine Zeichnungen über Personen der Öffentlichkeit lustig machen. Erst als Fiore den Pulitzer-Preis erhielt, wurde die App freigeschalten.

Trotzdem hat Apple glühende Verfechter. Denn die strikte Auswahl von Apple stellt eine Qualitätskontrolle dar. So gibt es in Apples App-Store keine miserabel programmierten Applikationen, wie dies bei Google der Fall ist.

Der größte Unterschied zwischen Apple und Google sind aber ihre Anhänger selbst. Häufig heißt es, dass das komplexe und gut konfigurierbare Betriebssystem Android technikaffine Nerds anzieht, wohingegen das durchdesignte, simple Apple-Handy stilbewusste oder markenorientierte User lockt, die sich oft nicht mit technischen Futzeleien beschäftigen wollen.


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