Eintracht und Niedertracht

Historisches | Polemik: Franz Schuh | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Eine Glosse zur Presse Die österreichische Tagespresse ist nichts, absolut nichts. Sie reduziert den Sprachschatz zu einem Bettel, sodass das Alphabet für sie zu umfassend ist und man eine Runenschrift eigens erfinden müsste, damit sie sich adäquat ausdrücken könnte

Stellen Sie sich vor, im Milieu der österreichischen Tagespresse gilt Ernst Trost als Intellektueller, und das Gerücht, dass er zu Hause eine Bibliothek besitzt, verschafft ihm bei uns allen Respekt. Er darf dafür Buchtipps geben, passend zum aktuellen Fernsehschas. Man muss sich das wirklich vorstellen, die österreichische Tagespresse, dieses unglaubliche Nichts, an dem Gott weiß wie viele Menschen arbeiten, Handwerker, Bürokraten, in das Gott weiß wie viel Wissen investiert wird, es verbreitet nichts als die Ideen von Herrn Trost oder von Herrn Reimann. Sekretärinnen arbeiten, der Portier im Pressehaus arbeitet, das Personal im Büffet arbeitet, die Telefonvermittlung arbeitet, Post und Bahn arbeiten, der Journalistenpräsident


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige