High Noon at Falter-Corral


Selbstverteidigung: Armin Thurnher
Historisches | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Mediaprint-Klage Seinesgleichen geschieht: Nach der Bananrepublik bemühen wir diesmal Wildwest

Dem Szeneblatt Falter droht der Konkurs.“ So lasen wir es letzte Woche in tv-media. Die wirklich großen Medien schwiegen behaglich. Reste der freien Presse trugen in den folgenden Tagen die Tatsache nach, dass nicht der Konkurs droht, weil es im Verfahren Mediaprint gegen Falter noch gar kein rechtsgültiges Urteil gibt, man also noch nicht sehen kann, ob überhaupt eine Strafe droht und wenn ja, in welcher Höhe.

Die eigentliche medienjustizielle Strafe war jedoch bereits ausgesprochen und exekutiert, indem man dem Falter das große schwarze Mascherl "Konkurs“ umhängte. Wenn man ihn im publizistischen Wettstreit nicht kleinkriegt, dann eben anders, lautet das Motto. Publizistische Auseinandersetzungen, Merkmale zivilisierter Gegenden, werden hierzulande nur als ökonomische Macht- und Muskelspiele ausgetragen. Ein "Großer“ argumentiert nicht gegen einen "Kleinen“, denn das hieße in

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