"Ich reagiere aus Notwehr“

Historisches | Fragen:: Nina Horaczek und Gerald John | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

ORF Der umstrittene Chefredakteur Werner Mück über parteipolitische Gängelung, Journalisten an der kurzen Leine, die Niedertracht von Kollegen und darüber, warum sich die ÖVP besser verhält als die SPÖ

Erst hielt Moderator Armin Wolf eine kritische Rede zur Lage seines Arbeitgebers. Dann formierte sich die Initiative SOS-ORF, um einen politisch unabhängigen öffentlich-rechtlichen Sender zu fordern. Nun jagt eine ORF-interne Protestveranstaltung die andere: Vergangene Woche trafen sich die Redakteure der "Zeit im Bild“ ("ZiB“), am Dienstag gleich alle TV-Journalisten. Im Zentrum der Angriffe steht Chefredakteur Werner Mück (61), dem seine Kritiker vorwerfen, die Berichterstattung zugunsten der Regierung zu beeinflussen.

Falter: Die Initiative SOS-ORF sammelt Unterschriften, unter anderem, um gegen die politische Gängelung des ORF anzukämpfen. Werden Sie unterschreiben?

Werner Mück: Nein, ich unterschreibe nicht, denn ich benötige keine von der SPÖ unterstützte Initiative,


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