Die Dialektik von Avantgarde und Dilettantismus als Produktionsprinzip

Blatt und Stadt in Wort und Bild | Teilzeitzeuge: Klaus Nüchtern | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Der Anfang ist am schwersten“ lautet der erste Satz des Editorials im allerersten Falter aus dem Jahr 1997. Das beiliegende Veranstaltungsprogramm reicht vom 27.5. bis zum 9.6. Der Falter erschien damals im Zwei-Wochen-Rhythmus (das Gerücht, er tue das immer noch, hielt sich mindestens bis in die 90er-Jahre). Der wesentlich originellere zweite Satz des Editorials liest sich so: "Wir wollen den Journalismus noch viel radikaler abbauen, als dies hier hoffentlich schon anklingt.“

Hin und wieder werde ich mittlerweile gefragt, ob ich denn "von Anfang an dabei gewesen“ wäre; was ich mit gespieltem Entsetzen (sooo alt bin ich auch wieder nicht!) zu verneinen pflege. Persönlich überblicke ich rund zwei Drittel der Falter-Geschichte, sozusagen die post-heroische Phase. Man könnte sie auch als eine lange Periode der Professionalisierung kennzeichnen. Der Journalismus hat die Redaktion zunächst durch die Hintertür betreten und ist schließlich zur Vordertür hereingewunken worden.

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