Steiermark: Sieben Jahre sind nicht genug

Blatt und Stadt in Wort und Bild | Rückschau: Armin Thurnher | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Es muss gesagt werden, obwohl und weil es im Rückblick erstaunlich klingt: Eingeladen in die Steiermark hat den Falter die ÖVP. Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und ihre Berater fanden die steirische publizistische Szene so beengend, dass sie nach Alternativen suchten und den Falter dazu ermunterten, in die Steiermark zu expandieren. Das war wohl noch - so erklärten wir es uns - ein Nachklang jener etwas anderen, steirisch-christlich-sozialen Auffassung von Politik, die gerade in Kultur- und Mediendingen auf einer bestimmten Art von Liberalität beharrte.

Jedenfalls traf es sich gut, denn der Falter hatte stets vorgehabt, über Wien hinaus zu expandieren, und nützte die günstige Gelegenheit. Dass er weder seine Unabhängigkeit noch seine kritische Haltung für eine Förderung opfern würde, verstand sich von selbst. Wenig später verstanden es nicht mehr alle; Franz Voves (SPÖ) löste Waltraud Klasnic als Landeshauptmann ab, die Unterstützung für den Falter blieb auch unter geänderten


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