Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Wenn Wiener Musliminnen für Juden demonstrieren

Politik | Ruth Eisenreich | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Vorhin hat sich eine Frau bei uns bedankt“, erzählt Asma Aiad. "Das finde ich unnötig - für mich ist es selbstverständlich, hier zu sein“. Die junge Frau von der Muslimischen Jugend Österreich ist mit drei Freundinnen zum "Flashmob gegen Antisemitismus“ gekommen, den die grün-nahe Initiative "Jetzt Zeichen setzen“ letzten Mittwoch am Schwedenplatz organisierte. Anlass waren die antisemitische Karikatur auf der Facebook-Seite von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und die Beschimpfung eines Rabbiners durch einen Fußballfan, bei der Polizisten untätig zuschauten.

Was genau ein Flashmob ist, war den Organisatoren offenbar nicht ganz klar, und so standen die Kundgebungsteilnehmer - darunter rote und grüne Stadträte, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und die Direktorin des Jüdischen Museums, Danielle Spera - die meiste Zeit plaudernd zusammen. Macht aber nichts: Immerhin waren trotz strömenden Regens etwa 200 Menschen gekommen. F


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