"Journalisten umzubringen ist kontraproduktiv“

Medien | Interview: Ingrid Brodnig | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Unbeachtet macht die Mafia auch in Deutschland und in Österreich Geschäfte, berichtet Autorin Petra Reski

Klagen statt Kugeln: Das sind die neuen Methoden der Mafia, wenn es um kritische Journalisten geht. Petra Reski weiß Bescheid, sie lebt seit gut 20 Jahren in Italien und berichtet von den Machenschaften der Mafiosi, hat zwei Bücher dazu verfasst. Kommende Woche ist die Journalistin bei den Wiener Stadtgesprächen der Arbeiterkammer zu Gast, vorab sprach sie mit dem Falter über das viel zu romantische Bild von den schrulligen Mafiosi.

Falter: Frau Reski, Sie berichten über die Mafia. Benötigen Sie bei Ihren öffentlichen Auftritten noch immer Polizeischutz?

Petra Reski: Ich informiere die Polizei zumindest darüber, wo meine öffentlichen Auftritte stattfinden. Das ist nach wie vor der Fall.

Warum ist das notwendig?

Reski: Auf einer Lesung in Erfurt wurde ich von verschiedenen Personen bedroht und erhielt danach auch noch weitere Drohungen. Ganz abgesehen davon, dass man mich mit fünf


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