Michael Scheidl im Gespräch: "Die freie Szene stagniert“

Feuilleton | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

:: Die freie Wiener Opernszene lädt am Wochenende in die ehemalige Ankerbrotfabrik nach Favoriten. An zwei langen Abenden zeigen 13 verschiedene Gruppen Szenen aus vergangenen oder kommenden Produktionen. Mit von der Partie ist natürlich auch die Musiktheatergruppe Netzzeit, die seit ihrer Gründung vor 28 Jahren schon über ein Dutzend Kompositions- und Librettoaufträge vergeben hat. Der Falter stellte Netzzeit-Leiter Michael Scheidl, 58, ein paar grundsätzliche Fragen.

Falter: Herr Scheidl, wie sehen Sie die Situation der freien Szene im Bereich Oper und Musiktheater?

Michael Scheidl: Sie stagniert. Erstens wird sie nicht ausreichend dotiert, zweitens sind die Fördermechanismen immer noch zu unflexibel - man tut jede Produktion in bestimmte Schachteln, wo halt irgendwas draufsteht. Und drittens gibt es keinen Austausch mit dem institutionellen Theater.

Vor rund 20 Jahren gab es eine Diskussion um eine gemeinsame Spielstätte für neues Musiktheater. Und heute?

Scheidl: In Wien fehlt


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