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Kurz besprochen: Mit Musik kann man bezaubern, Politik machen oder einfach nur Spaß haben

Feuilleton | aus FALTER 38/12 vom 19.09.2012

Archäologie der Popmusik

Ernst Hofacker: Von Edison bis Elvis. Wie die Popmusik erfunden wurde. Reclam, 446 S., € 25,70

In der Musikindustrie scheint nichts mehr, wie es einmal war. Die Phase, in der große Plattenfirmen mit Musik Unsummen von Geld scheffeln konnten, war aber ohnehin nur ein kurzes Zeitfenster, wenn man bedenkt, dass Edison den Fonografen bereits 1877 erfunden hat - und es bis zum Beginn der Rock-’n’-Roll-Ära und damit auch der Popmusik mit Elvis und "That’s All Right“ noch 77 Jahre dauern sollte. Die Jahre dazwischen beschreibt der deutsche Musikjournalist Ernst Hofacker in seinem als "Archäologie der Popmusik“ angelegten Buch.

Ausgehend von dem Gedanken, dass es auch nach dem ausgerufenen Ende von Pop und Musikindustrie weitergehen wird - weil es immer schon weitergegangen ist -, zeichnet Hofacker die Geschichte der Popkultur als eine dynamische Epoche nach. Sie hing und hängt ab von der musikalischen Entwicklung, vom technologischen Fortschritt und vom wirtschaftlichen


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